Woran denkt man bei einem Strauß roter Rosen?  Klar! An die Liebe. Der Brauch, dass ein Mann seiner Angebeteten Rosen schickt, ist biochemisch gesehen ziemlich clever. Denn der Weg zum Herzen führt sozusagen auch über die Nase. Wenn die Frau verzückt ihr Gesicht in der roten Pracht vergräbt, steigen ihr die ätherischen Öle der Blüten in die Nase und von dort direkt in den Teil des Gehirns, wo der Duft ganz gezielt für den Mann arbeitet: Die chemischen Bestandteile des Rosenaromas wirken ausgleichend bei Stress und lindern Ängste, und sie erhöhen die sexuelle Bereitschaft.

Früher wurde die manipulative macht der Düfte mit größter Selbstverständlichkeit eingesetzt. Vor allem im Orient spielten Wohlgerüche bei Liebesritualen und Verführungsstrategien eine überaus wichtige Rolle.

Wie Duftstoffe wirken, hat die Wissenschaft inzwischen bewiesen. Während sinnliche Wahrnehmungen durch Sehen und Hören im höher entwickelten Großhirn verarbeitet werden, liefert die Nase die Daten an das "primitive" limbische System. Dieses ist, grob vereinfacht ausgedrückt, für Emotionen und Urtriebe zuständig, also auch für Sex und die damit verbundenen entsprechenden Hormonausschüttungen und Verhaltensmechanismen. Sehr viel stärker als die körperfremden Aromen wirken körpereigene Duftstoffe, die sogenannten Pheromone. Sie sind das stärkste Aphrodisiakum überhaupt. Die Wahrnehmung der Drüsenabsonderungen geschieht größtenteils unbemerkt, aber sie entscheidet im Unterbewusstsein darüber, ob zwei Menschen sexuell zusammenkommen oder nicht. Wer in Sachen Liebe auf der Pirsch ist, sollte also unbedingt dafür sorgen, dass das Gegenüber einen Hauch des eigenen Achselsekret in die Nase bekommt ( *lach ). Eine gesellschaftlich akzeptierte Methode ist zu diesem Zweck beispielsweise die Umarmung und das Küsschen bei der Begrüßung oder zum Abschied.

Manche Wirkstoffe pflanzlicher ätherischer Öle oder auch tierische Lockstoffe wie Ambra und Moschus aktivieren offensichtlich auch die endokrinen Drüsen beim Menschen. So hat man herausgefunden, dass beispielsweise Düfte wie Weihrauch und Sandelholz Substanzen enthalten, die eine ähnliche Struktur aufweisen wie die menschlichen Sexualhormone. Man kann mit ätherischen Ölen sogar die Ausschüttung des Orgasmushormons Oxytocin anregen. Duftstoffe sind also ideale Aphrodisiaka.

Für die Liebe ist eine Reise in das geheimnisvolle Paradies der sinnlichen Düfte eine wunderbare Bereicherung. Mit ätherischen Ölen läßt sich in Sachen Erotik sehr viel anfangen.

Bevor du mit den Düften jetzt herumexperimentierst, eine Warnung: ätherische Öle sind alles andere als harmlos, einige dieser aggressiven chemischen Verbindungen wirken sogar toxisch. Trage die Öle niemals pur auf die Haut auf, sie müßen grundsätzlich mit Trägerölen verdünnt werden. Vorsicht auch mit dem Kontakt mit den Schleimhäuten, selbst mit Trägerölen vermischt, können manche Öle die empfindlichen Teile unangenehm reizen.

Wer sich ausführlicher mit dem Thema befassen möchte, sollte sich ein Buch über Aromatherapie besorgen.

Romantischen Seelen wird das uralte Ritual des Räucherns großen Spaß machen. Dazu kann man Räucherstäbchen verwenden.

Ein sinnlich duftendes Bad zu zweit oder auch allein ist auch ein wunderbares Aphrodisiakum. Kerzenlicht und leise Musik unterstützen die wohltuende Wirkung.

Für eine erotische Massage eignet sich als Trägeröl süßes Mandelöl am besten - wie schon erwähnt, ist es das Öl der Liebesgöttin...

 

 


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